Pure Data

Pure Data ist ein objektorientiertes open source Programm, mit dem man elektronische Musik, Videokunst und im Grunde alles, was man will, machen kann - man muss nur herausfinden, wie. Seit einiger Zeit gibt es webpd, eine Portierung von dem Pure-Data Program in reines Java-Script, sodass man Pure-Data-Patches im Browser einbinden kann... Zur Demonstration hier ein Beispiel - jeder kennt den Song - vier Takte daraus klingen so:
Die Seite scheint nicht richtig geladen zu sein, sonst wären hier Knöpfe, um die Takte abzuspielen...
Jetzt bin ich hingegangen und habe einen Mixer gebastelt, der es ermöglicht, die vier (bzw. fünf, ich nehme noch einen dazu) Takte in verschiedener Weise zu mischen: Du kannst wählen, aus welchen Takt gelesen wird, zu wie viel Prozent die Leseposition der acht 8tel von der normalen Reihenfolge abweichen kann (Position), mit wie viel Wahrscheinlichkeit aus den anderen Takten gelesen wird (Datei), zufällig gewählte Positionen in 16teln versetzt eingelesen werden (16tel Einwürfe) und wo diese 16tel positioniert sind (0 = binäres 8tel, 100 = ternäres Achtel: Shuffle), jeweils auch in Prozent, durch die jeweiligen Schieberegler.


Eine andere Möglichkeit, die Takte zu mixen, ist so: Wir haben einen Sequenzer mit 16 Lese-Positionen (Sechzehntel), die wir einzeln de- und aktivieren (auf die Zahl klicken) und editieren können (dazu das Werkzeug unter der Position klicken), in dem wir die Datei, aus der gelesen wird (Takt) und die 8tel der Datei (Position) auswählen, sowie ob vorwärts oder rückwärts abgespielt wird und die Länge, wie lang das Sample klingt, dazu noch einen Frequenzfilter und ein Echo für die ausgewählte Position, sowie die Tonhöhe (Pitch). Am einfachsten ist aber, den "Neu"- Knopf zu drücken, der die Einstellungen per Zufall, bzw. von mir vorgegebener Wahrscheinlichkeit generiert. Willst Du eine Position editieren, solltest Du die AutoStruktur ausschalten...
Neu
AutoStruktur aus


Hier editierst Du den mit dem Werkzeug ausgewählten Sound (Momentan das 1. Sechzehntel).



Datei:

Datei


Position:

File










Pitch:

Pitch



Aktuell:



Viel Spass beim rumspielen.



...was etwas dauern kann, je nach Internetverbindung und Rechnerleistung. Was ich hier vorstelle und benutze ist experimenteller natur und wesentlichenteils noch in Entwicklung, weshalb es unter Umständen auch mal nicht funktionieren mag. Hast Du aber die Geduld, zu warten, bis alles fertig geladen ist, wirst Du sehen, dass sich das Warten gelohnt hat. Dauert es zu lange und Du hast das Gefühl, es wird nix mehr passieren, kannst Du entweder versuchen, die Seite noch einmal zu laden, oder aufgeben. Wenn alles funktioniert, verschwindet dieser Dialog und du kannst ausprobieren, was so geht. Verschwindet dieser Dialog und Du kannst dennoch nichts hören, kann es helfen, deinen Browser-Verlauf zu leeren. Dann aber: Fette Boxen an den Rechner oder Kopfhörer und los geht´s. Viel Spass,
Reinhard.



Der Mixer funktioniert so: Es gibt fünf Takte eines Songs, die wiederholt ("geloopt") und in verschiedener Weise per Zufall bzw. Wahrscheinlichkeit gemischt werden: Man kann wählen, aus welchen Takt gelesen wird, zu wie viel Prozent die Leseposition der acht 8tel von der normalen Reihenfolge abweichen kann (Position), mit wie viel Wahrscheinlichkeit aus den anderen Takten gelesen wird (Datei), zufällig gewählte Positionen in 16teln versetzt eingelesen werden (16tel Einwürfe) und wo die 16tel positioniert sind, jeweils auch in Prozent, durch die jeweiligen Schieberegler (Shuffle).




Hier haben wir einen Sequenzer mit 16 Lese-Positionen (Sechzehntel), die wir einzeln de- und aktivieren (auf die Zahl klicken) und editieren können (dazu das Werkzeug unter der Position klicken), in dem wir die Datei, aus der gelesen wird (Takt) und die 8tel der Datei (Position) auswählen, sowie ob vorwärts oder rückwärts abgespielt wird und die Länge, wie lang das Sample klingt, dazu noch einen Frequenzfilter und ein Echo für die ausgewählte Position, sowie die Tonhöhe (Pitch). Am einfachsten ist aber, den "Neu"- Knopf zu drücken, der die Einstellungen per Zufall, bzw. von mir vorgegebener Wahrscheinlichkeit generiert. Die AutoStruktur generiert neue Sequenzen durch von mir vorgegebene Wahrscheinlichkeiten.

Andere Beispiele von mir, was mit Pure Data so gemacht werden kann, findest Du auch hier. Diese Seite gibt es inzwischen auch als Android-App, mit allerdings noch weit mehr Möglichkeiten...
Möglich wurde das Einbinden von meinem Pure-Data-Patch durch webPD.
Wenn Du webPD selber ausprobieren willst, findest Du hier einen Einstieg...
Und wenn´s Dir so sehr gefällt, dass Du Deiner Begeisterung gern Ausdruck verleihen möchtest, versuch es mal hier mit: